Tetouan

Tetouan

Tétouan  (spanisch: Tetuán, arabisch: Titwan). Die arabisch-andalousische Stadt ist mit rund 370.000 Einwohnern die größte Stadt im Rifatlas. Sie liegt am Fuß des Djebel Dersa und an den Ufern des Oued Martil, der 11 Kilometer nordöstlich der Stadt bei dem Seebad Martil ins Mittelmeer mündet. Die ehemalige Hauptstadt von Spanisch-Marokko und heutige Provinzhauptstadt besitzt eine Fakultät für Theologie, Recht und Philosophie der Kairoune-Universität in Fes, eine Hochschule für Musik und Tanz, eine Kunstakademie, ein Institut für spanisch-muslimisches Kunsthandwerk und Folklore sowie ein interessantes Archäologisches und ein Volkskunstmuseum. Die Einwohner leben von der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus dem ganzen westlichen Rif oder arbeiten in Unternehmen der Textil-, Elektro-, Papier-, Zement- und Tabakindustrie. Wegen ihrer ausgedehnten Medina mit den belebten Souks und ihrer beiden Museen gehört ein Besuch Tétouans zum Muss jeder Marokko Rundreise.
Die Stadt ist auch als "Die weiße Taube" bekannt (französisch: La colombe blanche).

Geschichte

Die erste Kasbah wurde vom Sultan Youssef Ibn Yacoub zum Ende des 13. Jahrhundert dort errichtet. Dabei entstand die heutige Medina. Der Name Tétouan bedeutet in der Berbersprache "Die Quellen".

Die andauernde Gefährdung der Seewege veranlasste jedoch König Heinrich III. von Kastilien im Jahre 1399 die Stadt anzugreifen und zu zerstören. Teile der Bevölkerung wurden nach Spanien verschleppt. Die spanische Reconquista vertrieb im 16. Jahrhundert zahlreiche Juden und Muslime aus Andalusien, einige von ihnen ließen sich in Tétouan nieder und brachten es mit Hilfe von Piraterie zu neuerlichem Wohlstand.

Der Hafen wurde daraufhin unter Philipp II. im Jahre 1565 stillgelegt. Eine neue Besiedlung durch rückkehrene Flüchtlinge aus Spanien und der Ausbau zum Handelszentrum ließen Tétouan expandieren. Ihre Blütezeit erreichte die Stadt, dank ausgedehnter Handelsbeziehungen zu Europa, ähnlich wie die Nachbarstädte Ceuta und Tanger unter der Herrschaft des prunksüchtigen Sultans Mulai Ismail (1672-1727). Die heutigen alten Stadtviertel gehen auf diese Epoche zurück.

Im 19. Jahrhundert besetzten die Spanier Tétouan gleich zweimal und machten es 1913 zur Hauptstadt des Protektorats Spanisch-Marokko, das bis 1956 Bestand hatte. Die Stadt gehört erst mit Erlangung der Unabhängigkeit unter Mohammed V. 1956 wieder zu Marokko.
Die Medina von Tétouan ist seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe.
Quelle: wikipedia.de
Weitere Infos der UNESCO:  http://whc.unesco.org/en/list/837

M´Diq

Einige Kilometer hinter Cabo Negro in Richtung von Sebta befindet sich M'DIQ (bekannter unter dem Namen Rincon). Wie in Martil steigt im Sommer die Anzahl ihrer Bevölkerung beträchtlich, um von ihren schönen Stränden zu profitieren. Diese kleine "Fischerstadt, zieht vor allem auch Leute an, die die Produkte des Meeres und die lokale Gastronomie schätzen. M'Diq ebenfalls sehr bekannt für seine  Touristenkomplexe und seine schön gelegenen Hotels. Sein Fischereihafen versorgt die Stadt sowie Tétouan und seine Umgebung.

Titznit

In dieser von einer roten Lehmmauer umgebenen Stadt wird der schönste Silberschmuck Südmarokkos verkauft.

Von Tafraoute führt die landschaftlich reizvolle R104 kurvenreich nach Tiznit. Auf der Strecke passiert man immer wieder schöne Dörfer und Terrassenfelder. Tiznit, der bedeutendste Marktort der Region (45'000 Einw.), liegt in einer weiten Ebene zwischen Antiatlas und Atlantik. 1882 gründete Moulay Hassan einen Garnisonsort, um von hier aus die aufständischen Berberstämme der Region zu bekämpfen. Damals wurde die 6 km lange Wehrmauer aus rötlichem Lehm angelegt, die Tiznit noch heute umgibt. 1912 liess sich der Rebell El-Hiba in Tiznit zum Gegensultan ausrufen. Unterstützt von der Bevölkerung, nahm er den Kampf gegen die Franzosen auf, verlor ihn jedoch. 1917 zog die Fremdenlegion hier ein. Auch nach dem Abzug der Franzosen 1956 blieb die Stadt Militärstützpunkt.

Zentrum von Tiznit ist die lebhafte Place Mechouar, an der sich einige Hotels und Restaurants angesiedelt haben. Von dem arkadengesäumten Hauptplatz aus erreicht man durch enge Gassen in nördlicher Richtung die Grande Mosquée. Ihr Anfang des 20. Jh. entstandenes Minarett, mit hölzernen Querstangen versehen, erinnert an die Lehmmoscheen von Mali und Niger. Einer örtlichen Überlieferung zufolge, dienen diese Stangen den Seelen der Toten vor dem Flug ins Jenseits als Ruhestätten. Weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist Tiznit hauptsächlich wegen des hier hergestellten Silberschmucks. Die kleinen Läden in der Kissaria bieten sowohl arabischen als auch berberischen Schmuck an. Ein Besuch in der Stadt lohnt sich besonders an Donnerstagen, wenn der Wochenmarkt stattfindet.

Ausflug
Die Küstenstrasse N12 führt von Tiznit in südlicher Richtung zum 73 km entfernten Garnisonsort und Fischerhafen Sidi Ifni, eine spanische Gründung aus der Mitte des 15. Jh. 1969, nach wiederholten Aufständen der Berberstämme der Gegend, wurde die Ortschaft an Marokko zurückgegeben. An der Place Hassan II. blieben einige Häuser aus der Kolonialzeit erhalten, u. a. das ehem. spanische Konsulat. Die langen Sandstrände südlich von Sidi Ifni laden zum Baden und Surfen ein.

Quelle: www.wissen.de

Straende

Ein wenig weiter in Richtung von Sebta werden befinden sich zahlreiche Strände mit goldenem Sand, welche zu entdecken das größte Vergnügen bereitet.
Die zahlreichen Hotels, Urlaubklubs und Touristendörfer sind sehr gut in die Landschaft integriert worden. Sie sind mit allem was der Tourist sich wünscht ausgestattet. Der Abend, wenn die Sonne das Meer küsst, setzt man sich am besten unter die Canissen, und beobachtet die Landschaft bei einer Erfrischung, oder einen Fleischspieß mit geröstetem frischen Zackenbarsche genießt.

Oued Laou

Wenn man von Tétouan aus in die andere Richtung fährt, findet man nach ungefähr 40 Km den Badestrand Oued Laou welcher durch seinen Charme und seine Schönheit bekannt ist. Diese ländliche Region ist auch für ihre Souk (Wochenmarkt) bekannt. Wenn man den Weg fortsetzt, findet man andere Strände wie Kaa Asras, Targa, Stéhate, Bou Ahmed, Djebha usw., wenig besucht im Vergleich zu den anderen Orten wegen der kurvenreichen Straßen entlang der Küste.

Busbahnhof

Busbahnhof
CTM, Bd. Ouad el-Makhazine, Tel. 98 25 60

Flughafen

Flughafen
Sania R'Mel, 6 km außerhalb von Tetouan, Tel. 97 16 43
Verbindungen nach Casablanca und Al-Hoceima mit der Royal Ail Maroc (Av. Mohammed V., Tel. 96 12 60)

Office du Tourisme

Office du Tourisme ONMT (Touristeninformation)
30, Avenue Mohammed V. B.P. 62
Tel. : (00 212) 39 96 44 07

Délégation Provinciale du Tourisme

Délégation Provinciale du Tourisme
30, Avenue Mohammed V, BP.52
Tel: (00 212) 39 96 19 14

Tauchen

Tauchen in Marokko
Das an das Hotel Marina SMIR angegbliederte Tauchzentrum GREENSTAR (Provinz von Tétouan), empfängt Sie von März bis Oktober. Genehmigtes Zentrum CMAS und PADI bietet Ausbildungen, Weiterbildungen, Tauch-Spaziergänge auf See,etc.
Entdecken Sie ein vergessenes Paradies des Mittelmeers ! Mehr Infos auf www.marocplongee.com

Palace Bouhlal

Palace Bouhlal
48, Jamaa el-Kebir, Tel. 99 87 37
Marokkanische Spezialitäten in einem üppigen maurischen Palast

Meridiana

Meridiana
Ecke Cabo Negro/M'Diq (Strasse nach Ceuta/Sebta), Tel. 97 57 33
Das Restaurant mit schöner Terrasse hat sich auf Fischgerichte spezialisiert.

Architektur

Die Medina von Tétouan:
Die Architektur von Tétouan zeichnet sich durch die gegenwärtige andalusische Kunst auf den Mauern der Kasba, ihrer kleinen Häuser, ihren Minaretten, den Mausoleen und der Paläste (mit Innenhöfen, Brunnen und Gärten --> siehe Riad) aus. Die kulturelle Richtung ist auch in der Musik, der Stickerei und dem Handwerk zu sehen.
Trotz der großen wirtschaftlichen Probleme, die die Geschichte der Stadt von Tétouan immer wieder erlebt hat, sind mehrere Paläste wie z.B.  Dar Lebbadi, Afailal, Erzini, Bennouna und Ben Aaboud gebaut worden. Diese sind im andalusisch- marokkanischen Stil gehalten. Das barocke europäische Dekor wurde später eingeführt. Der Erzini-Palast ist beispielhaft, um das Zusammenspiel zwischen der andalusischen, osmanischen und europäischen Architektur zu illustrieren.

Die Viertel von Tétouan haben die Eigenschaft, zu verschiedenen Epochen zu gehören, welche aber alle andalusische Elemente beinhalten. Die ältesten Viertel wie das Viertel "Souika" entstanden im 12. Jahrhundert, während andere aus neueren Epochen stammen. Die Viertel haben aber den Charme der jeweiligen Entstehungszeiten behalten.

Die Badestrände von Tetouan

Die Badestrände von Tetouan
Tétouan ist für seine Badestrände bekannt, die sich entlang des Mittelmeers unter einem blauen Himmel mit Palmen erstrecken.
Unter den schönen Villen und freundlichen Hotels. die die Strände schmücken, gibt es einzigartige Unterkünfte wie das Restinga Smir, Marina Smir, Kabila, ME diq (Rincon), Cabo Negro, Martil, Oued Laou, Targa, Stehate usw..

Diese feinsandigen Strände mit ihrem azurblauen Meer, gehören zu den schönsten im Mittelmeerraum.

Martil

Martil, 10 Kilometern östlich von Tétouan ist ein schöner Fischereihafen und ein Ort der Erholung. Seine Nähe zur Stadt macht ihn zu einem beliebten Badestrand in Marokko. Im Winter wird diese kleine Stadt von Studenten der Literaturwissenschaftsfakultät und der Geisteswissenschaften besucht. Die meisten Touristen kommen im Sommer, um seinen feinen und heißen Sand, seine Kaffees und Restaurants zu genießen, die die Uferpromenaden säumen. Abends, wenn es etwas abkühlt, lassen sich auch die Einheimischen auf den Terrassen der Kaffees nieder, oder flanieren zum frühen Morgen entlang der "Kornich" Martil.

Cabo Negro

5 km von Martil und ca 15 Minuten von Tétouan befindet sich Cabo Negro am Fuße eines bedeckten felsigen Grünkaps, das sich auf einem langen Strand von mehreren Kilometern öffnet. Sanddünen, eine durch den Wind geformte niedrige Vegetation und weiße Häuser charakterisieren den Ort. Dieser Ort ist für ihre Touristenkomplexe, ihre Appartement-Hotels und ihren Chalets bekannt. Man kann dort einen verschiedene Wassersportarten finden sowie Tennis, Reiten, Golf spielen usw.