Reiseapotheke für Marokko & Medizinische Vorsorge/Impfungen

Gesundheit und Reisevorbereitungen

 

Mit Marokko besteht seit Ende der 80er Jahre ein Sozialversicherungsabkommen. Da aber immer mehr Krankenkassen ihre Leistungen im Ausland einschränken, empfehlen wir Ihnen dringend den Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung. So können Sie sich auch bei Erkrankungen Ihren Heimtransport mit versichern.

 

Für Marokko gibt es keine besonderen Impfvorschriften. Empfehlenswert ist eine Impfung gegen Hepatitis A, welche in Deutschland bei Kindern kostenlos ist. In Südmarokkos Flussoasen können vereinzelt Anopheles-Mücken vorkommen, welche Überträger von Malaria-Erregern sein können (wobei hier nur die leichte Form auftritt). Es ist aber übertrieben, sich deswegen gegen Malaria impfen zu lassen, da die Nebenwirkungen in keinem Verhältnis mit der Chance infiziert zu werden stehen. Das neu auf dem Markt erhältliche Selbsttest-Set für Malaria "Malaria Quick" in Verbindung mit Lariam (Firma Laroche) als Standby-Medikament ist hierfür vielleicht die beste Alternative. Bei einem positiven Testergebnis wird das Medikament eingenommen. Nach der Selbstdiagnose sollte aber die Einnahme des Medikaments vorgenommen werden, wenn Sie nicht in einem vernünftigen Zeitraum einen Arzt finden. Es empfiehlt sich aber, sich beim zuständigen Gesundheitsamt genauer zu informieren.



Unsere Empfehlung ist, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:
- Einreiben mit mückenabwehrender Lotion
- Tragen von langärmligen Hemden und langen Hosen in den Abendstunden
- Schlafen unter einem Moskitonetz



Des weiteren sollten Sie kein ungeschältes Obst essen und auf Salate verzichten, da das Leitungswasser zumeist keine Trinkwasserqualität hat.
Im Gegensatz zu uns Europäern sind die Marokkaner an den Verzehr des Wassers gewöhnt. Sie können davon, wie auch von zu kalten Getränken, leicht Magen-Darmbeschwerden bekommen.



Reisemedizinische Hinweise des Auswärtigen Amtes Deutschland für Marokko
     --> siehe ganz unten auf der Seite



Sie sollten mitnehmen (Reiseapotheke):

 

Tabletten gg. Kopfschmerzen; Tabletten gg. Fieber; Tabletten gg. Durchfall; Lutschtabletten/-bonbons gg. Halsschmerzen, Pflaster, Antiseptikum (zur Desinfektion v. Wunden); Pinzette (zum Entfernen v. Dornen o.ä); Salbe gg. oberflächliche Muskelbeschwerden; Salbe gg. Sonnenbrand; Mückenabwehrmittel; Schlangenbiss-Set (nur für die Wüste - erhältlich in Globetrotter-Läden). Vergessen Sie nicht, sich unbedingt bei Ihrem Hausarzt oder Tropeninstitut über die für Sie nötigen Impfungen zu informieren!

 

Medizinische Hinweise des Auswärtigen Amtes aus 2018

 

Impfschutz

Impfschutz
Pflichtimpfungen für die Einreise nach Marokko sind nicht erforderlich.

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, ggf. Poliomyelitis (Kinderlähmung), sowie gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Tollwut
Tollwut wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere, meist Hunde, auf den Menschen übertragen. Einziger möglicher Schutz ist die präexpositionelle Impfung (= vor der Reise), Tierkontakte meiden oder - nach einem Biss - die postexpositionelle Impfung mit einem modernen Tollwutimpfstoff (und Immunglobulinen – auf dem Land gelegentlich schwer erhältlich).

HIV / AIDS
Ca. 30.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2010 für Marokko gemeldet. 0,1 % der erwachsenen Bevölkerung und ca. 2 % der Prostituierten waren HIV-positiv.

Malaria
Das Vorkommen (ausschließlich Malaria tertiana durch P. vivax) beschränkt sich auf einzelne ländliche Gegenden der Provinz Chefchaouen von Mai bis Oktober. Es besteht keine Notwendigkeit einer medikamentösen Malariaprophylaxe.

Zur Vorbeugung mückengebundener Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

- Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf freie Körperstellen aufzutragen,
- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht ganz zu vergleichen. In Rabat und Casablanca finden sich allerdings ausgezeichnete Privatkliniken von hohem Standard. Auf dem Lande hingegen kann die medizinische Versorgung bezüglich der apparativen Ausstattung bzw. Hygiene problematisch sein. Hier fehlen z.T. europäisch ausgebildete, Englisch oder gut Französisch sprechende Ärzte.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

 

Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/marokkosicherheit/224080